Radar-Sonden zum Tracking von metallischen Produkten

Die Radar-Sonde MT 120 ist ein Materialdetektor für Kalt- und Warmwalzwerke, Schmiedewerke, Stranggießanlagen sowie Glas- und Keramikwerke.

Temperaturunabhängig (ob kalt oder warm) werden die Objekte durch die ADLER Sonde MT 120 schnell erfasst bzw. verfolgt. Die Detektion erfolgt kontaktlos und in einem Abstand zum Messobjekt.

Die ADLER Sonde MT 120 ist in verschiedenen Varianten erhältlich, die sich im Aufbau unterscheiden, jedoch quasi die gleiche Funktion aufweisen. Die vielfältigen Varianten ermöglichen eine optimale Integration in Bestandsanlagen. Bei unserer Standard-Aufbauvariante stehen sowohl Sensor als auch Reflektor in horizontaler Ebene zur Passline.

ADLER Sonde MTa 120

Die Radar-Sonde MTa 120 besteht aus einem Radarsensor und einem auf der gegenüberliegenden Seite installierten Reflektor. Radarsensor und Reflektor werden seitlich und senkrecht zur Materiallaufrichtung installiert. Objektseiten sollen an der Messstelle für den Sensor sichtbar sein.

Der Radarsensor strahlt mit Millimeterwellen geringer Intensität das Messobjekt bzw. einen Reflektor an. Die Millimeterwellen werden vom Messobjekt bzw. Reflektor zurückreflektiert und vom Sensor empfangen. Von der Anwesenheit des Produktes wird ausgegangen, wenn der Radarstrahl unterbrochen ist.

ADLER Sonde MTb 120

Der Radarsensor kann auch auf einem Podest/Sensorfuß neben dem Rollgang installiert und auf einen Reflektor ausgerichtet werden, der mittig unter dem Rollgang installiert ist. Der Reflektor wird durch die Anwesenheit des Objektes an der Messstelle verdeckt und der Sensor erkennt damit den Materialfluss sehr zuverlässig.

ADLER Sonde MTc 120

Eine weitere Möglichkeit ist eine Montage der Sensoreinheit senkrecht über einem Rollgang. Optional kann ein Reflektor unterhalb des Rollgangs montiert werden. Der zugehörige Reflektor-Peak wird unterdrückt, wenn der Reflektor durch das Zielobjekt verdeckt wird. Dadurch erfolgt die Signalauslösung (Objekterkennung).

ADLER Sonde MTd 120

Sollte eine Anbringung eines Radarreflektors unterhalb eines Rollganges nicht möglich sein, dann kann der MT120 als messender Sensor konfiguriert werden. In diesem Fall wird die Objekthöhe gemessen.

ADLER Sonde MTe 120

Sensor und Reflektor werden seitlich neben dem Rollgang installiert und auf die Rollgangsmitte (zwischen zwei Rollen) ausgerichtet. Die Anwesenheit des Messobjektes führt zur Spiegelung des Radarsignals auf den Reflektor. Der Reflektor wiederum spiegelt das Signal wieder zum Messobjekt zurück.

Wenn das Messobjekt abwesend ist, wird das Radarsignal zwischen den Rollen gestrahlt und nicht zum Reflektor hin-/zurückgespiegelt. Der Reflektor wird für den Sensor nur dann sichtbar, wenn das Messobjekt auf dem Rollgang anwesend ist. Deshalb hat diese Variante gegenüber allen anderen Varianten den Vorteil, dass die Erkennung nur dann erfolgt, wenn das Messobjekt vorhanden ist. 

Eigenschaften und Vorzüge

  • Berührungslose Erfassung außerhalb des Rollgangs
  • Genau und robust gegen extreme/raue Arbeitsbedingungen, temperaturunabhängig (im Gegensatz zu optischen/thermischen Reflexschranken)
  • Nutzung elektromagnetischer Millimeterwellen niedriger Leistungen, ungefährlich (vorteilhaft zu radiometrischen Reflexschranken)
  • Langer Lebenszyklus (im Gegensatz zu thermischen Reflexschranken)
  • Schnelle Erfassung mit hoher Genauigkeit
  • Leichter Einbau, kalibrierungs- und wartungsfreundlich
  • Komponenten schnell austauschbar (Plug & Play)
  • Keine Reinigung der Sensoren/Reflektoren nötig (im Gegensatz zu Photozellen und Zeilenkameras)
  • Niedrige Betriebskosten (TCO)
  • Eine einzige Sensor -Technik für alle gewalzten Materialen
  • Speziell konzipierte Reflektoren
  • Mit oder ohne Reflektor
  • Schutzgehäuse und Reflektoren aus Aluminium oder Edelstahl mit optionaler (Luft- oder Wasser-)Kühlung
  • Linsendesign zugeschnitten für jede Applikation mit passender Strahlkeule
  • Geeignet für raue Walzwerksumgebungen (hohe Temperaturen, Staub, Dampf, unterschiedliche Lichtverhältnisse, etc.)
  • Verstellbarer Auslösungsbereich

Technische Daten / Leistungsmerkmale

  • Radarsensor: Mittenfrequenz 122 GHz (Wellenlänge: 2,5 mm)
  • Erkennungsquote > 99,998 %
  • Reaktionszeit < 5,3 ms
  • Abstand Sensor-Reflektor 0,30–8,50 m
  • Schutzart: IP69K
  • Einstellungs-/Kalibrierungshilfe: Reflex-Radar-Tool
  • Betriebsspannungsbereich +Vs: 24V
  • Ausgangsignale: digitales Schaltsignal (24V) und fünf Statussignale

Einsatzgebiete Metallindustrie

Materialerkennung und -verfolgung, Erfassung von Kopf und Fuß von Brammen/Vorbändern vor Schopfscheren in Kalt-/Warmbandstraßen, Aktivierung der Einzelanlagen an Walzstraßen, vor/nach Messhaus, an Kühlstrecken, Öfen, Stranggießanlagen, Förderlinien, Bearbeitungsmaschinen in der Keramikindustrie, automatische Lager u.v.m.