Radar-Exzentrizitäts-Monitor für rotierende Kokillen beim Schleudergießen

Ein Radarsensor RS 120 bestimmt die ungewünschte Auslenkung rotierender Kokillen. Das Monitoringsystem ADLER ECC CC 120 überwacht dadurch die Exzentrizität der Kokille während der Produktion und meldet eingestellte Grenzwertüberschreitungen.

Mit diesem System ist es möglich, während des Gießvorgangs die Einhaltung von Sicherheitsreserven zu überwachen und gefährliche Betriebsmodi zu vermeiden. Das Messsystem  trägt somit zur Langlebigkeit der Anlage bei.

Der Radarsensor arbeitet hier nach dem CW-Prinzip (CW, Engl. Continuous Wave), bei dem eine über die Zeit feste Frequenz ausgesendet wird. Das ausgesendete Signal wird am Messobjekt (hier Kokillenwand) reflektiert; das reflektierte Signal wird wiederum vom Radar empfangen. Durch die Auswertung der Phasenlage des reflektierten Signals kann zuverlässig auf die Abstandsvariation zurückgeschlossen werden.

Eigenschaften und Vorzüge

  • Höhenverstellbares, solides Gerüst mit Höhenverstellung zur Positionierung des Sensors auf eine geeignete Stelle der Kokille
  • Automatische Live-Datenauswertung mit Schwellwertanalyse zur Signalisierung von kritischen Systemzuständen (Visualisierung)
  • Nutzung elektromagnetischer Millimeterwellen niedriger Leistungen, ungefährlich, bedarf keine Sicherheitsvorkehrungen
  • Linsendesign zugeschnitten für jede Applikation mit passender Strahlkeule
  • Geeignet für raue Walzwerksumgebungen (hohe Temperaturen, Staub, Dampf, unterschiedliche Lichtverhältnisse, etc.)

Technische Daten / Leistungsmerkmale

  • Radarsensor: Mittenfrequenz 122,5 GHz (Wellenlänge: 2,5 mm)
  • Messgenauigkeit (Exzentrizitätsauflösung) < 100 µm
  • Abstand Sensoren-Messobjekt 0,5–3 m
  • Schutzart: IP69K

Einsatzgebiete Metallindustrie

Messung und Überwachung der Laufruhe/Exzentrizität während des Guss- und Rotationsvorgangs von Kokillen